Fermentierte Welten
Co-Produktion durch die zentralschweizer Nachwuchsplattform Tankstelle Bühne, Südpol Luzern
Fotos: Sam aebi
Das Projekt versteht Fermentation als ästhetische und politische Geste der Entschleunigung. Unserer Zeit, die von Beschleunigung, Kontrolle und Effizienz bestimmt ist, setzt das Kollektiv die Logik des Werdens entgegen, nämlich die Herstellung von Käse. Ein Prozess, der sich nicht vollständig steuern lässt, der auf Kooperation mit unsichtbaren Akteuren angewiesen ist und der vor allem Zeit braucht. Körperliche Gesten wie das Kneten, Pressen, Schneiden, Rühren werden zur Choreografie. Käse ist die Identifikationsmetapher der Schweiz. Mit viel Selbstironie betrachtet das Kollektiv den Nationalmythos und fermentiert sich gleich selbst.
Dramaturgie, text & performance: Elisa Bruder, Mila lyutskanova
Kostüm & Szenografie: Pearlie Frisch
Szenografie & Performance, live-fermentierung: Rahel weber
Live Musik und Komposition: Sophie Oetinger
Outside Eye: Teresa vittucci